Kompressionsstrümpfe und Schwangerschaft

Kompressionstherapie bringt man vor allem mit Venenleiden in Verbindung. Klinische Studien haben jedoch gezeigt, dass eine Schwangerschaft als Katalysator für venöse Insuffizienzen wirkt. Davon betroffen sind eben auch Frauen, die vor der Schwangerschaft noch unbelastet waren. Außerdem: 

… aller Frauen leiden im 3. Trimester der Schwangerschaft über Abfall des arteriellen Blutdrucks und Anstieg der Herzfrequenz 9
… aller Frauen stellen das erstmalige Auftreten von Krampfardern während ihrer Schwangerschaft fest 8
… aller schwangeren Frauen bekommen Knöchelödeme 4
Die drei häufigsten Probleme in der Schwangerschaft

Schwere Beine, Beinschmerzen, Schwellungen und Krampfadern während der Schwangerschaft

Während Ihrer Schwangerschaft können jederzeit Symptome wie schwere, müde, schmerzende Beine und geschwollene Füße auftreten. Wie oben gesehen, treten bei 6 von 10 Frauen erste Krampfader während einer Schwangerschaft auf. Diese Krampfadern entstehen meistens um den vierten Monat.

Wie entstehen die Beinprobleme während der Schwangerschaft? Venöse Beinprobleme werden dadurch verursacht, dass Ihr Baby für sein Wachstum ein größeres Blutvolumen in Ihrem Körper verursacht. Hinzu kommt, dass die Veränderungen, wie z. B. die die wachsende Gebärmutter, auf einige Ihrer Venen drücken können und diese im Extremfall sogar teilweise blockieren. Darüber hinaus werden Ihre Venen durch Schwangerschaftshormone erweitert und somit ist der Blutrückfluss zum Herz erschwert.

Erhöhte Risiken während der Schwangerschaft

Folgende Faktoren, die das Risiko für Venenerkrankungen während der Schwangerschaft erhöhen können:

  • Rauchen
  • Angeborene Veranlagung
  • Bestehende venöse Erkrankungen
  • Mehrere Schwangerschaften
  • Längeres Sitzen oder Stehen

Ein dreifaches Ziel, um Beinprobleme in der Schwangerschaft zu reduzieren

Der Kompressionsdruck von Kompressionsstrümpfen wirkt dem venösen Bluthochdruck entgegen und…

  • …beschleunigt den venösen Rückfluss
  • …beugt Blutstauungen vor
  • …vermindert Schädigungen der Venenwand

Somit können Kompressionsstrümpfe schon im Vorfeld die häufig auftretenen Beinprobleme reduzieren bzw. gar nicht erst entstehen lassen. Daher ist es empfehlenswert, schon vor dem Auftreten der ersten Probleme Kompressionsstrümpfe zu tragen. Kompressionsstrümpfe sind ab der 1. Schwangerschaftswoche vom Arzt (auch ohne Symptome) verschreibbar und wirkt sich nicht auf das Budget des Arztes aus.

Präventiver und therapeutischer Nutzen von Kompressionsstrümpfen während der Schwangerschaft

Der präventive, therapeutische Nutzen setzt am besten schon ab Beginn der Schwangerschaft und ohne bereits bestehender Symptome an. Nur so wird erreicht:

  • Linderung, Prävention und Verminderung von Schmerzen und Ödemen
  • Prävention von Besenreisern und Krampfadern
  • Verminderung von orthostatischen Kreislaufstörungen
  • Verminderung der Gefahr einer tiefen Venenthrombose und Lungenembolie
  • Linderung der Symptome von Übelkeit in der frühen Schwangerschaft
  • Verbesserung der Lebensqualität

Für die Ärzte sind Kompressionsstrümpfe als Hilfsmittel budgetneutral. Das ‘Sanitätshaus Schwabing’ ist spezialisiert auf die Bedürfnisse einer Frau während der Schwangerschaft. Unser Geschäft ist u. a. ausgestattet mit einem digitalen Einmessgerät, mit dem unsere Mitarbeiterinnen kontaktlos und präzise die individuellen Größen bestimmen und nahtlos Maßanfertigungen bestellen können.

Kompressionsstrümpfe während der Schwangerschaft
Attraktives Designs und medizinischer Nutzen: Kompressionsstrümpfe während der Schwangerschaft

Designs von medizinischen Kompressionsstrümpfen

Für Kompressionsstrümpfe müsste man eigentlich ein neues Wort erfinden. Die Assozation, wie medizische Kompressionsstrümpfe aussehen, ist so nicht mehr zeitgemäß. Inzwischen sind die Strümpfe attraktiv und es gibt sie in vielen attraktiven Designs.

Heutzutage werden beliebte Kompressionsstrümpfe aus Fasern wie Baumwolle, Elasthan und Nylon hergestellt. Sie haben attraktive Farben und Muster. Außerdem findest Sie Styles in drei Längen: Wadenlang, Knielang, Oberschenkel und Strumpfhose. Sie können zwischen transparent und unterschiedlichen Farben wählen. Die verfügbaren Optionen sind so schön und modisch, dass die medizinische Wirkung nicht offensichtlich ist. Dennoch werden Sie die Vorteile der Kompresssionsstrümpfe den ganzen Tag über spüren. Fortschritte in Forschung und Design bedeuten auch, dass die heutigen Kompressionsstrümpfe mehr Funktionen bieten. Einige Produkte können Wasser aufnehmen und ableiten, haben antibakterielle und desodorierende Eigenschaften und bieten flache Zehennähte für den maximalen Kompfort.

Rufen Sie uns an: 089-3701 2032 oder schreiben Sie uns: info@sanitaetshaus-schwabing.de


Quellenangaben

  1. Gardon-Mollard C et Ramelet A. A. In: La compression médicale. Ed. Masson, 2ème Ed, 2005.
  2. Parpex P. Compression in pregnant women. Phlébologie 2003,56(3): 279-80
  3. Cornu-Thenard A et al. Importance of the familial factor in varicose disease. Clinical study of 134 families.
    J Dermatol Surg Oncol 1994; 20: 318-326.
  4. Ramelet A.A. et al. In: Phlébologie. Ed. Masson, 5ème Ed., 2006
  5. Société Française de Phlébologie. Dossier de presse: Semaines d’information et de prévention des maladies veineuses. Avril 2008
  6. Becker F. Varices, insuffisance veineuse chronique, ulcères des membres inférieurs. La revue de médecine interne 2005; 25: 64-73
  7. IMS 2012 pour SIGVARIS. Bilan d’achat des gammes Diaphane- Eclat-Opalis
  8. Société Française de Phlébologie. Dossier de presse: Semaines d’information et de prévention des maladies veineuses. Avril 2008
  9. Weber S, et al. Effect of compression stockings on circulation in late pregnancy. Geburtshilfe Frauenheilkunde 1987; 47: 395-400.
  10. Pomp ER et al. Pregnancy the postpartum period and prothrombotic defects: risk of venous thrombosis in the MEGA study.
    Journal of Thrombosis and Haemostasis 2008,6:632-7
  11. Motykie G.D. et al. Evaluation of Therapeutic Compression Stockings in the Treatment of Chronic Venous Insufficiency. Dermatol Surg. 1999 Feb; 25 (2): 116-20
  12. Philibert M et al. Epidémiologie de la mortalité maternelle en France, de 1996 & 2002: fréquence, facteurs et causes.
    Bulletin épidémiologique hebdomadaire (BEH).INVS. Numéro thématique: La mortalité maternelle en France: bilan et perspectives. 12 décembre 2006/n°50